Ausbildung zum Metallbildner/Metallbildnerin Fachrichtung Gürtler- und Metalldrücktechnik

                        

Unsere Ausbildungsberufe gehören leider nicht zu den Modeberufen und werden vielfach verkannt.

Dabei handelt es sich um moderne, zukunftsorientierte Ausbildungen. Gut ausgebildete Fachkräfte werden händeringend gesucht. Die Chance, in unseren Handwerken einen Ausbildungsplatz zu erhalten, sind bei Vorliegen der entsprechenden persönlichen Voraussetzungen und schulischen Leistungen, sicher als gut zu bezeichnen.

Die Ausbildung zum Metallbildner/zur Metallbildnerin basiert auf einem modernen Berufsbild. Erst 1998 verabschiedete das Bundesministerium für Wirtschaft das neue Berufsbild, welches seither zeitgemäße und zukunftsträchtige Anforderungen beinhaltet. Seit dem 1. August 2016 gilt eine modernisierte Fassung.

Durch diese berufliche Neuordnung wurden einige der ältesten Handwerksberufe überhaupt miteinander verschmolzen. Heute vereint der Metallbildner die bis 1998 eigenständigen Berufe Gürtler und Metalldrücker, Ziseleur sowie Gold-, Silber und Aluminiumschläger - entsprechend vielseitig offenbart sich die Ausbildung, die nach der beruflichen Neurordnung 3 Jahre beträgt und in den Fachrichtungen Gürtler- und Metalldrücktechnik, Ziseliertechnik und Goldschlagtechnik erfolgt.

 

Allen drei Fachrichtungen gemein ist die berufliche Grundbildung. Sie enthält z.B. neben dem Umsetzen von Entwürfen und Vorlagen, auch eigener Entwürfe, etwa das Schmelzen, Legieren und Gießen von Metallen oder das Anfertigen und gestaltende Bearbeiten von Guß- und Formteilen. Auch das Zurichten und Verformen von Blechen bzw. die Anfertigung von Reliefs und Blechkörpern steht im Mittelpunkt der beruflichen Grundausbildung.

 

Gegenstand der Fachrichtung Gürtler- und Metalldrücktechnik ist neben dem Entwurf und Herstellung von Hohlkörpern durch Metalldrücken und anderer Verformungstechniken auch das Schmieden sowie die Anfertigung der eigentlichen Verformungswerkzeuge.

Nötig geworden ist die Modernisierung der Ausbildungsverordnung, da sich viele Prozesse und Verfahren der Berufe verändert haben. Vor allem die zunehmende Digitalisierung machte eine Überarbeitung erforderlich. Technische Zeichnungen der Werkstücke als Entwürfe und konkrete Baupläne werden heute selbstverständlich digital angefertigt und die entsprechenden Programme müssen beherrscht werden.

Wichtige Inhalte der Ausbildung sind zudem die Ausrichtung auf den Kundenbezug: Kunden beraten, Aufträge besprechen und der Umgang mit möglichen Beanstandungen gehören auch zum Betriebsalltag und damit zur Ausbildung.

 

Nach einigen Gesellenjahren besteht die Möglichkeit der Qualifizierung zum/zur Metallbildner-Meister/in oder zum/zur Designer/Designerin bzw. Gestaltungstechniker/ Gestaltungstechnikerin.

Auch ein duales Studium z.B. im Bereich Produktgestaltung oder Designmanagement mit zeitgleicher Ausbildung zum Metallbildner/in ist eine mögliche Form der Ausbildung.

 

Wenn wir Ihr Intresse geweckt haben sprechen Sie uns einfach an oder  informieren Sie sich auf der Seite des Bundesinnungsverband unter biv.org.